Einmal kurz zur Grenze und wieder zurück: Ecuador 🇪🇨 Kolumbien 🇨🇴 Kolumbien 🇨🇴 Ecuador 🇪🇨 … an einem Tag zwischen zwei Ländern hin und hergehüpft.
Es geht zur Grenze: Wir reisen unser Beast ein…

Nach einem netten Frühstück mit Gabi und Udo, bei dem wir uns mal wieder hoffnungslos verquatscht haben, verabschiedeten wir uns von den beiden und fahren los.
Erst als ich hinter André auf dem Beast sitze fällt mir ein, dass wir gar kein Foto gemacht haben. Wie blöd! Da verbringt man die letzten zwei Tage fast jede Mahlzeit hier bei Hans zusammen, quatscht was das Zeug hält und macht kein Foto… Naja, die Chance ist jetzt vorbei, die beiden reisen heute schon ab, aber vielleicht sieht man sich unterwegs noch einmal. Schließlich reisen wir in die gleiche Richtung…

Aber jetzt geht’s erstmal wieder zurück Richtung Kolumbien. Das Wetter ist fein, die Straße frei und das Moped läuft…


Nach etwa zwei Stunden erreichen wir den Grenzübergang Rumichacha.
Jetzt geht das Prozedere los:
André parkt am Straßenrand bei den roten Claro-Häuschen. Ich gehe rein zur Migracion: Einmal ausreisen.
Die Schlange ist nicht allzu lang, ein paar Meter vor mir ein Pärchen aus Peru, das mich vollquatscht. Sie wollen einen Aufkleber von uns haben. Die sind am Moped und ich erkläre ihnen, dass wir uns gleich nachher draußen am Motorrad treffen können.

Als ich erfolgreich ausgereist aus der Migracion herauskomme, stehen die schon bei André und quatschen.


Erster Schritt abgehakt ☑️, weiter geht’s: wir fahren über die Brücke… raus aus Ecuador und rein nach Kolumbien.
Nächster Step ☑️: Einreise Kolumbien…
Während André draußen wartet und diverse „Geldwechsler“ und „Parkplatzwächter“ abwimmelt, die plötzlich wie die Schmeißfliegen um uns herumstehen, stapfe ich zur kolumbianischen Migracion und stelle mich brav in die Schlange… die ist etwas länger und es sind auch nur zwei Schalter geöffnet.




Step 3 ☑️: Kaffeepause an der Grenze.
Nach erfolgreicher Einreise nach Kolumbien einmal Kaffee trinken, Pippi machen und dann wieder ausreisen…
… und dann komme ich nach Step 4 zum zweiten Mal aus der kolumbianischen Migracion.
Inzwischen fühle ich mich hier ja schon fast wie zu Hause 🤣. Mission erfüllt: ausgereist! ☑️
Jetzt geht’s wieder zurück über die Brücke:
Step 5: Einreise Ecuador…
Ich stelle mich wieder in die Schlange, die dieses Mal erfrischend kurz ist. Nach ein paar Minuten bin ich schon durch: Stempel im Pass: 80 Tage Ecuador…☑️


Jetzt kommt der gefühlt längste Teil der Prozedur… die Aduana.
Step 6: Wir reisen unser Beast ein…
Zum Glück ist hier keine Schlange und ich bin gleich dran. Trotzdem… es zieht sich. Ich gebe brav die Unterlagen ab: Title, Registrierung des Nummernschildes, Pass, Führerschein… warten. Hinter der gut gesicherten Glasscheibe Geklacker. Die Dame vom Zoll bearbeitet ihren Computer. Warten…
Plötzlich kommt die Dame heraus. Unser Beast wird inspiziert, fotografiert von allen Seiten… mit mir zusammen (ok, das hatten wir noch nicht, lustig!). Fahrgestellnummer, Nummernschild… dann geht’s zurück zum Schalter. Wieder Geklapper. Irgendwann muss ich meine Email und Telefonnummer auf einen kleinen Zettel schreiben, wieder warten… Ich soll meine Mails checken… hm, kommt nix an. Anscheinend hab ich kein Internet. André macht nen Hotspot auf, dann klappt es.

Noch ein bisschen Geklapper und zwei Unterschriften von mir später haben wir es geschafft:
Unser Moped ist eingereist und wir machen uns auf den Rückweg nach Ibarra.
Vorher geht es aber noch kurz in das Städtchen Tulcan direkt hinter der Grenze.

Es ist inzwischen 14:30 (ganze zwei Stunden hat der Grenzkram gedauert) und wir wollen was essen. Grenzkrams macht hungrig!
Wir finden ein chinesisches Restaurant, futtern Gemüse mit Reis und Garnelen und vertreten uns danach noch ein bisschen die Beine auf dem Cementerio José María Azael Franco Guerrero , dem Friedhof von Tulcan.



Der Friedhof ist für seine über 300 riesigen, von Hand geformten Zypressen-Skulpturen berühmt.

Die Lebenskunstwerke des Meisters José María Azael Franco Guerrero stellen Tiere, Masken und präkolumbianische Symbole dar und sind echt sehenswert.








Allzu lange halten wir uns hier aber nicht auf. Es ist schon 15:30 Uhr und wir haben noch etwa zwei Stunden Fahrt vor uns. Wenn wir nicht im Dunklen fahren wollen, müssen wir also langsam mal los.
Also ab auf Bike und los geht’s!

Wunderschön und der Sonne entgegen!

Was irgendwann dann doch nicht mehr so schön ist, da sie so extrem blendet, dass André selbst mit Sonnenblende und Sonnenbrille mehr oder weniger im Blindflug fährt 🙈.



Naja, wir kommen trotzdem heile an und lassen den Abend bei nen Bierchen und selbst gemachter Guacamole ausklingen.
