Da sind wir wieder: es ist 7 Uhr morgens… durch die Security sind wir schon durch jetzt heißt es warten: auf den Flieger nach Quito.

Kennen wir ja schon… inzwischen fühlen wir uns hier in Schiphol schon fast heimisch 😉.
Am Freitag schon direkt nach der Schule haben wir unsere Sachen zusammengepackt und uns auf den Weg gemacht nach Amsterdam….

Kurzer Zwischenstopp in Münster, auf einen Kaffee bei unserer Tochter Florentina und dann ab ins Bettchen im Hotel.
Am Morgen ging’s dann früh los, mit dem Shuttle um 6 Uhr… die Typen an der Rezeption meinten, es wäre im Moment viel los in Schiphol, da sollten wir lieber früh da sein…
Nun das sind wir jetzt… ziemlich früh 🙈. Beim Checkin ging es nämlich alles ganz schön flott. Kaum Schlange stehen…
… lediglich bei der Security haben wir den Laden ein wenig aufgehalten. Aber damit hatten wir ja auch schon gerechnet, schließlich reist unser Ersatz-ABS-Modul im Handgepäck mit.

…. und das sieht echt gefährlich aus 🤣.
Das wurde natürlich herausgefischt und auch ausgiebig inspiziert – eigentlich ja ganz beruhigend.
Die Dame vom Security konnte mit dem Ding gar nichts anfangen und ließ erstmal noch einen weiteren Kollegen antanzen. Nach einigen Erklärungen und argwöhnischem Begutachten bekamen wir das gute Stück wieder zurück.
😅 sehr gut! Dann steht dem Werkstatttermin in Quito ja nix entgegen!
Nach drei Stunden chillen am Flughafen, etwa 4 Filmen aus dem Bordkino bei KLM (wobei ich die Hälfte davon halbwegs verschlafen hab), unzähligen Bechern mit stillem Wasser, einem relativ leckerem Tortellinigericht inklusive Rotwein (der war das Highlight des Essens), nem Sandwich, einem Mini-Pizzastück mit Mozzarella und einer wirklich leckeren Mousse au chocolat 😋 sind wir nun endlich wieder zurück in Quito und betreten südamerikanischen Boden…

Wieder ein bisschen Schlange stehen… aber auch hier haben wir Glück, die Einreise geht ziemlich flott und auch am Gepäckband müssen wir nur kurz warten.

Dann geht’s ins Taxi nach Ibarra. Paola, die Taxifahrerin, kennen wir noch vom Vorjahr. Damals hatte sie uns von der Finca Sommerwind nach Quito gefahren. Jetzt geht’s wieder zur Finca zurück…
Nach einem kleinen Umweg über den Supermarkt erreichen wir die Finca Sommerwind passend zum Abendbrot und fallen danach todmüde ins Bett.

Um sechs in der Früh wachen wir mit der Sonne auf und genießen die wunderschöne Aussicht über die Lagune.
Die Cabana vom letzten Jahr war leider doch nicht frei, deshalb haben wir diesmal die Cabana Granadilla bezogen. Sie liegt noch ein Stückchen höher am Berg und von hier ist der Blick über das glitzernde Wasser der Laguna fast noch schöner.

Nach dem Frühstück knöpfen wir uns erstmal unser Motorrad vor.
Das hatte uns gestern nämlich einmal wieder ein wenig Kopfschmerzen bereitet, wobei eigentlich nicht das Motorrad selbst, vielmehr die Batterie.
Ja, dieses elendige Thema mit der Batterie.
Eigentlich hatten wir gedacht, es diesmal schlau angestellt zu haben: Wir hatten letztes Jahr vor der Abreise ein mistneues Ladegerät gekauft und Hans gebeten, die Batterie dort anzuschließen und immer wieder zu laden. Eigentlich ein guter Plan, nur leider hat das Mistding aus China den Dauerbetrieb nicht vertragen und jetzt haben wir wieder unser altbekanntes Problem: die Batterie ist leer 😳.

… und das ist schlecht. Hans hat zwar auch ein Ladegerät, aber das ist für Autobatterien und hat für unser Modell etwas zu viel Bums… und wer weiß, ob sich unsere Batterie nicht eh komplett tiefenentladen hat und kaputt ist, wo bekommen wir dann ne neue her 🤷♀️?
Zum Glück treffen wir direkt kurz nach unserer Ankunft auf der Finca ein deutsches Pärchen, auch mit dem Motorrad unterwegs, die uns ihr Ladegerät für die Nacht ausleihen. Als André die Batterie vom Beast anschließt, leuchtet sie zumindest schon einmal rot auf… wird anscheinend geladen, da bleibt die Hoffnung, dass sie nicht komplett kaputt ist…
Da können wir einigermaßen ruhig einschlafen.
Als wir am Morgen nach dem guten Stück schauen ist sie immerhin auf 12,5 Volt geladen. Das ist nicht perfekt, aber immerhin lebt sie anscheinend.
Jetzt nach dem Frühstück holen wir also erstmal unser Beast unter der leicht eingestaubten Haube hervor und wecken es aus dem Winterschlaf:



Erstmal entstauben und dann macht André sich an den Einbau der Batterie…
Inzwischen zeigt das Ding 12,6 Volt an und das Ladegerät deklariert: full. Okay, glauben wir das mal 😅.
Mit dem schnellen Einbau wird das dann aber doch wieder nix. Irgendwelche Schweinebacken haben von unserer Batterie eine Befestigungsschraube geklaut…
Jetzt müssen wir uns erstmal irgendwas zurecht friemeln.


Also wird irgendeine ähnliche Schraube samt Mutter gesucht und anschließend bearbeitet und irgendwie passend gemacht.

Gar nicht so verkehrt oder? Ganz im MacGyver-Style…

… und tadaa!!! … schließlich haben wir eine recht brauchbare Lösung für unsere fehlende Schraube.
… schnell die Batterie eingebaut und dann wird‘s nochmal spannend… springt die alte Lady an?
🙌 yes!!! Gleich beim ersten Versuch! Die BMW schnurrt wie ein Kätzchen und wir machen uns auf zu ner kleinen Probefahrt. Einmal runter nach Ibarra zum Tanken, dann zwei Runden um die Laguna, damit wir pünktlich um 2h zum Fußball gucken wieder zurück sind…
Die Probefahrt läuft bestens. Das Beast fährt als hätte es auf nichts anderes gewartet und wir fühlen uns auch schon wieder ganz heimisch im Sattel… nur den Abgasgestank, der uns um die Nase geblasen wird, den haben wir nicht vermisst!


… danach schmeckt auch das Bier beim Fußball…

Feierabend! Heute machen wir nichts mehr… morgen geht’s zur Grenze, damit unser Motorrad auch endlich offiziell ins Land einreisen kann.
