Einmal ein bisschen Seele baumeln lassen, bevor es weitergeht. Hier bei Kelly im IntiRumi Inn geht das wie von selbst.
Wir haben gut geschlafen, richtig gut wie ein Stein. Das Bett in unserem Zimmer ist superbequem und …
Es gibt ein richtiges leichtes Federbett!
Ich hätte nie gedacht, dass ich Federbetten mal so feiere. Aber nach diesen vielen Nächten unter Bergen von aufgeschichteten Decken, dann diese schweren Lamadecken dazwischen, die zwar warm sind, dir aber schier die Luft rauben … Was für eine geile Erfindung ist da dieses Federbett! Und wir schlafen zuhause ganz selbstverständlich darunter und wissen gar nicht, wie gut wir es da haben…




Gestern Nachmittag, als wir ankamen waren wir schon total happy.


Hinter den Toren des IntiRumi erstreckt sich dieser wunderschöne Garten. Endlich mal etwas Grün! Nach dem drei Tagen in der Wüste merken wir erst wieviel das mit dir macht, wenn du einfach nichts grünes um dich herum hast.
Hier in Caraz und speziell in unserem Hotel ist ganz viel Grün und Wasser. Überall rauscht es. Als wenn man direkt an einem Fluss wohnt.







… und das ist auch so ähnlich. Hier im Tal fließt überall Wasser. Aus den Bergen fließt es in kleinen und größeren Bächen herunter.


Jetzt sitzen wir also bei einem fantastischen Frühstück (mit Sauerteigbrot!) oben im Gastraum des Hotels und blicken auf die Berge.

Was für eine Aussicht!
Direkt hinter dem schönen Garten türmen sich die Berge der Cordillera Blanca auf. Der schneebedeckte Gipfel des Huandoy glitzert in der Sonne.

Als wir gestern nachmittags völlig ausgehungert in diesen schönen Gastraum kamen, konnten wir unser Glück kaum fassen. Nach den dürren Tagen unten an der Panamericana und der anstrengen Fahrt durch den Pato Canyon gab es endlich ein gekühltes Bier, mit einer fantastischen Aussicht.


Dann zauberte uns der Koch des IntiRumi Inns noch ein unfassbar leckeres Essen mit extra viel Gemüse. Ein absoluter Traum. Endlich mal wieder Gemüse!




… und das kommt direkt aus dem Garten, auf den wir gerade schauen.



… überhaupt. Das Hotel von Kelly ist mit so viel Liebe zum Detail eingerichtet. Überall findet man etwas zu entdecken.

Als wir gestern ankamen, war erst keiner da und ich stand vor dieser sehr schönen aber verschlossenen Tür (der Türgriff öffnet sich nämlich andersrum und das hab ich erst nicht geschnallt). Ich wollte mich schon genervt wegdrehen, als die Tür aufging und da stand Kelly vor mir inmitten dieses tollen Raumes.



… und ich dachte nur Wow! Wie schön!




Am späten Vormittag machen wir uns auf den Weg in den Ort.
Die Straße entlang rauscht es schon… auch hier fließt das Wasser aus den Bergen.


Da die Sonne ganz schön knallt nehmen wir uns kurzerhand für 3 Soles (ca. 75 Cent) ein Tuck Tuck und es geht mit großem Geruckel die Straße hinab.


(der Rückweg wird lustigerweise das doppelte kosten… naja ist ja auch bergauf, hat das arme Tuck Tuck mehr zu schnaufen)
Wir werden an der Plaza de Armas von Caraz herausgelassen.

Das Herz der Stadt besticht durch gut erhaltene Kolonialarchitektur, eine kunstvolle gusseiserne Brunnenanlage von 1898 sowie einen traditionellen Pavillon.


Caraz ist eine süße Kleinstadt und liegt auf einer Höhe von 2.290 Metern im malerischen Hochtal Callejón de Huaylas. Sie gilt als die ruhigere, weniger touristische „kleine Schwester“ von Huaraz und ist der ideale, tiefer gelegene Ausgangspunkt für Trekkingtouren in der atemberaubenden Cordillera Blanca und im Huascarán-Nationalpark.



Eine Treckingtour wollen wir hier nicht machen, aber morgen einen Ausflug zur nahegelegenen Laguna Paron.






Wegen ihrer traditionell hergestellten, süßen Spezialitäten (wie Manjar blanco) trägt sie in Peru auch den liebevollen Spitznamen „Caraz Dulzura“ (süßes Caraz).



… und für das Speiseeis ist die Stadt auch berühmt. Das testen wir dann auch gleich mal…

Lecker!😋


Eigentlich wollten wir auch noch in das kleine Museum der Stadt, aber das war leider zu, genauso wie die Kirche…


Naja, bleibt ein kurzer Stopp auf dem Markt, der war aber ganz schön wuselig und spätestens als wir an der (zum Glück nur noch spärlich besetzten Fleischerabteilung) vorbeikommen will ich nur noch raus…

Wir tuckern lieber mit dem Tuck Tuck zurück ins Hotel und freuen uns an dem schönen Ausblick.

Später, kurz vor Sonnenuntergang fragt uns Kelly, ob wir Lust haben mit ihr und den Hunden einen Abendspaziergang dorthin zu machen, wo das ganze Wasser herkommt.
Klar, da sind wir dabei!


Direkt hinter dem Haus geht es schon los mit dem Wasser. Überall fließt es in kleinen Bächen oder extra dafür angelegten Kanälen.


Wir gehen durch die Nachbarschaft, vorbei an kläffenden Hunden, aufgeregt gackernden Hühnern und erstaunt schauenden Schafen.
Die Hunde Doby und Blondie sind voll in ihrem Element.



Doby findet alles spannend und checkt nicht, dass die Schafe nicht mit ihm spielen wollen. Kommt dann aber brav zurück, als er merkt, dass die seine Abwesenheit ziemlich doof finden. Blondie darf erstmal nicht von der Leine… die hört einfach nicht.
Es ist einfach wunderschön!



Wir kommen an ein freies Feld direkt am Waldrand. Hier stehen massig Eukalyptusbäume. Die Leute pflanzen sie, da sie schnelles Feuerholz bieten, nicht zum heizen, zum kochen.

Hier darf Blondie auch von der Leine und tobt mit Doby davon. Wir genießen solange den Blick auf die Berge und die untergehende Sonne.


Zurück im Hotel bestellen wir tatsächlich noch einmal das leckere Essen von gestern. Es war einfach zu gut!



