Isla Isabela

Meeresrauschen. Ich liege auf dem Bett. Durch das geöffnete Fenster weht eine leichte Brise, im Hintergrund rollen die Wellen des Pazifiks an den weißen Sandstrand…

Genau so haben wir uns die Galapagosinseln vorgestellt.

Wild, ursprünglich, den Gewalten der Natur ausgesetzt.

Wir sind auf Isla Isabela.

Diese flächenmäßig größte Insel des Archipels ist deutlich weniger touristisch erschlossen, als die Hauptinsel Santa Cruz.

Es gibt nur noch eine weitere Insel auf der noch weniger Menschen leben, das ist die kleine Insel Floreana, wo sich im Jahre 1934 die sogenannte Galapagos Affäre zutrug, bei der mehrere deutsche Siedler unter ungeklärten, bis heute mysteriösen Umständen starben oder verschwanden.

Die Geschichte wurde verfilmt und hat uns echt fasziniert. Trotzdem werden wir diese Insel nicht besuchen. Bei unserem knappen Zeitfenster von einer Woche ist das zeitlich einfach nicht drin, liegt Floreana einfach weit abseits.

Alleine Isabela zu erreichen ist schon aufwändig genug.

Bevor es aufs Schnellboot geht, bekommt jeder Passagier ein Bembel umgehängt, damit man auch auf das richtige Boot kommt 😉. Anschließend geht’s mit dem Wassertaxi zum Boot.

Direkt bei unsere Ankunft auf Galapagos haben wir uns um Tickets für die Überfahrt gekümmert, sind diese doch schnell ausgebucht. Da es mit einem relativ kleinen Schnellboot über den Pazifik geht muss man auch immer auf einigermaßen gutes Wetter hoffen. Ist die See zu rau, fällt auch mal ne Überfahrt aus.

Unsere Überfahrt verlief reibungslos. Gutes Wetter, die See nicht zu wild…

Ich hatte mir trotzdem eine Reisetablette eingeworfen und habe dementsprechend das meiste der Fahrt verpennt.

War aber auch gut so, das Boot fährt nämlich mit einer Affengeschwindigkeit und hüpft mehr über die Wellen, als das es ruhig gleitet.

Schließlich erreichen wir die Insel und werden wieder von einem Wassertaxi an Land gebracht.

… und dann sind wir endlich in unserem kleinen Hotel.

Das La Jungla ist schon ein bisschen in die Jahre gekommen, aber die Lage ist einfach fantastisch.

Direkt am Strand, ganz am Ende des Ortes Puerto Villamil. Nach unserem Hotel kommt nur noch Natur… und irgendwann der Friedhof 😉.

Wir beziehen eines der oberen Zimmer, Blick direkt auf‘s Meer.

… und der absolute Bonus: durch die Nähe zum Meer benötigen wir hier keine Klimaanlage! Der Wind weht die kühle Meeresluft direkt durch das große Fenster in unser Zimmer!

Hier können wir richtig gut schlafen!

Erste große Tat am Ankunftstag: einmal in den Pazifik springen…

Zweite große Tat: Cocktail am Strand…

… und Sternbilder raten. Die App hilft dabei 😉.

Wir sind in der Pink Iguana Bar. Ein sehr feiner Platz. Hier sitzt man zu den Klängen von Bob Marley gechillt im Sand oder liegt in der Hängematte.

Das war gestern. Jetzt liege ich tiefenentspannt auf dem Bett.

Wir halten Siesta. Draußen ist es warm. Die Sonne brennt erbarmungslos und wir sind platt vom Schnorcheln.

Salzwasser und Sonne machen müde.

Heute morgen sind wir nach einem kurzen Sprung ins Wasser zum Frühstücken Richtung Ortsmitte gelaufen.

Ein schöner Weg den Strand entlang.

Über unseren Köpfen fliegen die Pelikane und stürzen sich in schöner Regelmäßigkeit senkrecht ins Meer um mit ihrer Beute wieder aufzutauchen.

Vor unseren Füßen sitzen oder liegen die schwarzen Iguanas im Sand und tanken Sonne bevor sie wieder zum Fressen ins Meer abtauchen.

War gar nicht so einfach einen Platz zum Frühstücken zu finden. Sämtliche Bars am Strand waren zu. Total tote Hose hier, es scheint, als wenn hier erst am Abend ein bisschen Leben einkehrt.

Am Hauptstrandabschnitt mit dem Isla Isabela Schriftzug werden wir schließlich fündig und haben nicht nur eine grandiose Aussicht beim Frühstück sondern auch eine ganz persönliche Frühstückskatze 😊.

Nach dem Frühstück klappern wir die Agenturen für Touren ab. Wir wollen nach Möglichkeit morgen die Los Tuneles Tour machen, außerdem einen Tag Fahrräder ausleihen und für heute brauchen wir eine Schnorchelausrüstung. Der Plan: alles bei einem Anbieter buchen und die Schnorchelausrüstung gratis dazu…

Wie man sieht, hat das geklappt🤿💪🏻!

Wir machen uns mit der Schnorchelausrüstung auf den Weg zur Concha de Perla, einer natürlichen Bucht zum Schnorcheln. Sie liegt direkt in der Nähe des Hafens von Puerto Villamil und ist kostenlos zugänglich.

Über einen Holzsteg durch die Mangroven geht es zu einer kleinen Holzplattform von der aus man ins Wasser klettern kann.

Na, dann wollen wir mal!

Da wir Flachpfeifen ja in dem Packchaos kurz vor der Abreise tatsächlich verpennt haben unsere Gopro einzupacken 🙄, haben wir uns für heute mit einer wasserdichten Handyhülle ausgeholfen, die man hier an jeder Ecke kaufen kann. Mal sehen, wie das klappt…

… soweit eigentlich ganz gut, allerdings machen sich die Motive etwas rar…

Außer diversen Fischen ist hier im Moment nichts unterwegs. Normalerweise tummeln sich hier auch gerne Seelöwen zwischen den Schwimmen. Vielleicht haben wir die falsche Tageszeit erwischt…

Dieses Fischli habe ich dann aber doch ganz gut erwischt 😉.

Bei der ganzen Schnorchelei verliert man manchmal ganz schön die Orientierung. Plötzlich hänge ich direkt in den Mangrovenwurzeln… das ist mir dann doch etwas spooky… schnell wieder weg!

Nach dem Schwimmen sehen wir dann auch, warum keine Seelöwen in der Bucht waren…

Hier liegen sie alle faul am Strand herum und pennen!

In Gesellschaft von ein paar ziemlich dicken Iguanas und Reisenden, die im Schatten in der Hängematte chillen räkeln sich mindestens ein dutzend Seelöwen genüßlich herum.

Wo man hinschaut: Seelöwen! Auf der Bank, unterm Baum, vor dem Verkaufskiosk (der eh geschlossen ist), auf den Surfboards… die haben sich hier ganz schön ausgebreitet.

Wir lassen Seelöwen Seelöwen sein und machen uns auf den Rückweg zum Ort:

Lunchtime! Mal sehen, ob sich etwas essbares auftreiben lässt…

Sieht gut aus. Das Hornados Albita hat geöffnet und bietet gutes und günstiges Almuerzo an.

Mit dem Almuerzo kommt man hier auf den Galapagosinseln auch mit einem schmalen Geldbeutel ganz gut zurecht. Dieses Mittagsmenue kostet auch hier nur 8$ und ist superlecker und üppig: Vorweg Suppe oder Salat (ich trau mich heute mal an den Salat 🙈. Mal sehen, wie mein Magen das dann findet…), als Hauptgang kann man in der Regel zwischen Fisch und Fleisch wählen und zum Schluss gibt es noch einen kleinen Nachtisch. Der Saft ist immer inklusive. Wir gönnen uns heute mal ein Bier extra. Haben doch ganz schön Bierdurst!

Das mit dem Bier ist im übrigen ein echter Minuspunkt in Ecuador… das ist echt teuer! 6$ für ne kleine Flasche ist nicht witzig. Das war in Kolumbien eindeutig besser 😉.

Gut gesättigt machen wir uns auf den Rückweg. Siesta halten, so wie der Rest der Insel…

… am Strand entlang und gefühlt hunderten Iguanas vorbei.

Die sind im Moment geradezu aktiv und krabbeln zwischen den Lavasteinen herum.

Der Himmel hat sich ganz schön zurückgezogen. Es sieht nach Regen aus, kommt aber nichts.

Erst am späten Nachmittag machen wir uns wieder auf den Weg zum Strand.

Abendspaziergang zum Sonnenuntergang. Wobei man davon heute wegen der Wolken wenig mitbekommt. Dafür sehen wir diese lustigen Vögel. Die haben wir noch gar nicht gesehen. Sie scheinen erst gegen Abend unterwegs zu sein. Mit ihren langen Beinen und Schnäbel staksen sie durch das seichte Wasser und picken immer wieder im Sand. Was sie wohl suchen? Bestimmt kleine Krebse oder so…

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